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Von der Raupe zum Falter

Schlehen-Bürstenspinner


09.08.2015  Diese kleine Raupe fand ich bei einem Spaziergang und beschloss sie zur Beobachtung mit nach Hause zu nehmen.

 

13.08.2015  Die Raupe hat sich heimlich gehäutet. So ein Tierchen ist mächtig am futtern und so muß ständig für frische Nahrung gesorgt werden.

Diese wird mit Schlehe, Weide, Buche, Hasel, Eiche, Eberesche, Himbeere, Salweide und weiteren Gehölzen in der Literatur angegeben. Meine fraß nur an Birke obwohl ihr auch andere Sorten zur Auswahl standen.

 

18.08.2015  Die Raupe ist noch etwas gewachsen und hat sich wieder gehäutet. Sie ist nun im letzten Raupenstadium vor der Verpuppung. Auf 2 Bildern sieht man die abgestreifte Puppenhaut. Die Pinsel auf dem Rücken sind nach der Häutung weiß gefärbt, dunkeln dann aber nach und werden in den nächsten Tagen gelb.


26.08.2015   Die Raupe hat sich in einem Gespinst verpuppt. Dabei hat sie die Haare der Bürsten und ihren "Kopfschmuck" abgestoßen und mit versponnen.

 

31.08.2015  In dem durchleuchteten Gespinnst, kann man die Puppe erkennen.

 

02.09.2015  An der Puppe, kann man noch einige Haare der Raupe erkennen. Schaut man genau hin, sind schon die Ansätze des Falters zu sehen. Fühler, Flügel und Augen sind schon gut zu sehen. Diese Verwandlung ist unglaublich wenn man bedenkt, in welch einem kurzen Zeitraum sich diese vollführt. Aus dieser Puppe, wird ein männlicher Falter schlüpfen. Die Weibchen dieser Art sind flügellos und die Puppen sind bei ihnen auch größer.


04.09.2015  Nur 2 Tage später zeigt sich schon die Farbe des Falters und auch der auf den Flügeln vorhandene weiße Fleck ist zu erkennen.


05.09.2015  Es wird nicht mehr lange dauern und der Falter wird schlüpfen.


06.09.2015 Heute Morgen hat mich der frisch geschlüpfte Falter überrascht. Ich hatte ja gehofft, dass ich von dem Schlupf auch Fotos machen könnte aber damit hat der Falter gewartet bis ich eingeschlafen war. 


Auf diesem Bild sitzt er noch am Rand seiner "Schlupfdose".

 

 

Danach war er mir kurz ausgebüchst, so dass ich ihn erst einmal im Zimmer suchen musste. Als ich ihn gefunden hatte, ließ er sich dann auch brav auf ein trockenes Blatt umparken und so konnte ich weitere Aufnahmen machen.

 

Da ich den Falter wieder in die Natur entlassen wollte, wurde er gut verstaut und so ging es mit dem Auto zurück in das Habitat wo ich ihn als Raupe gefunden hatte. Auch hier war der Falter so nett und ist nicht gleich weggeflogen. Er ließ sich vom Blatt schieben auf dem er die Fahrt über sitzen geblieben war und an einen Baum setzen. Dort blieb er eine Weile um dann an ein Schilfblatt zu fliegen. Hier habe ich dann die letzten Bilder von diesem schönen Falter machen können. Jetzt kann er nach einem Weibchen suchen und noch für Nachwuchs sorgen. Die Männchen fliegen meist am Tag von Juni bis Oktober. Die Weibchen dieser Art haben nur Stummelflügel und sind somit flugunfähig. Um Männchen anzulocken geben sie Duftstoffe ab.


Dies ist das Habitat, in dem der Falter nun weiterleben kann. Es ist das Tävsmoor, ein Naturschutzgebiet am Rande Hamburgs.


Und nun noch ein paar Aufnahmen der leeren Puppenhülle. Wie hat der Falter hier nur reingepasst??? Die Natur ist doch immer wieder rätselhaft schön.


Von der Raupe zum Falter