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Spitzbergenexpedition 11. - 22.07.2016

 

1417 Seemeilen oder 2621 km haben wir bei dieser Reise zurückgelegt. Unser nördlichster Punkt lag bei 81°43`N , 26°53`E .  

Ich habe einmal auf der Karte die Route eingezeichnet, die wir fahren wollten und die, die wir dann gefahren sind.

Blau ist die angedachte Route. Rot die Route die wir dann wirklich gefahren sind. Das Wetter hat uns erst nach Osten getrieben. (Es war starker Wind bis hin zu Sturm angesagt). Dann kam dicker Nebel auf, dem wir versuchten so gut es ging auszuweichen.

Trotz allem war es wieder eine wunderbare Reise mit vielen Eindrücken und Erlebnissen.

11.07.2016  Anreisetag

 

Abflug in Hamburg nach Kopenhagen mit Weiterflug nach Oslo. Dann ging es von Oslo in 3 Stunden nach Longyearbyen.

 

12.07.2016

 

Rundfahrt und ein Spaziergang in Longyearbyen mit einem Besuch im Museum und die Abreise mit der Sea Endurance. Am Abend hatten wir das große Glück, 2 Blauwale neben dem Schiff beobachten zu dürfen.

 

 

13.07.2016

 

Wir sind heute im Hornesund (Gnalodden) bei strömenden Regen unterwegs und besichtigen eine Trapperhütte aus den 30-iger Jahren. Ein Polarfuchs (hier ein sogenannter Blaufuchs; eine blaue Morphe des Polarfuchses) streift unterhalb des Vogelfelsens umher.

 

Smarienvagen

Am Nachmittag geht´s  auf zu einer Gletschertour im Treibeis.

 

 

14.07.2016

 

Südostspitzbergen

 

Auf Edgeoya im Storefjord, können wir einen Eisbären und ca. 300 Walrosse beobachten.

 

In der Habenichtbukta begegnen wir bei einem Spaziergang Rentieren, dem Meerstrandläüfer, Schneeammern und bewundern die blühende Tundra. 

Bei unserer Ankunft mit dem Schiff, lag nicht weit vom Strand entfernt auf einem Hügel ein Eisbär. Eisbär an Land = Landgang gestrichen.

Allerdings flüchtete der Eisbär panisch als die Ankerkette fiel.

Eisbär weg = Landgang gerettet. Geplant war dies so jedoch nicht!

Später fanden wir noch den Lagerplatz des Eisbären.

 

 

15.07.2016    Der Nebeltag

 

Heute sind wir in der südlichen Hinlopenstrasse und kommen auf der Wahlberginsel den Walrossen ganz nah. Vorerst kommt eine Bartrobbe auf ihrer Eisscholle am Schiff vorbei und modelt etwas für uns. Später bewundern wir vom Schiff aus die Wasserfälle des Bräsvellbreen von Austfonna. Die Abbruchkante des Gletschers ist ca. 20 - 30 Meter hoch und 180 km lang. Ein beeindruckender Anblick - selbst im Nebel.

 

 

16.07.2016

Heute steht eine Zodiactour im Nordosten von Nordaustland an. In der Nacht haben wir den 80. Breitengrad überquert und sind nun wirklich in der Hocharktis angekommen. Leider ist es immer noch neblig.

Mit den Zodiacs geht´s zur Insel Storoya und wir cruisen mit der Hoffnung auf Eisbären an deren Küste entlang. 

Später geht es rauf ins Packeis.

 

17.07.2016

Irgendwo im Packeis auf 81° Nord sind wir guter Dinge, auch hier Eisbären zu sehen. Die ersten Spuren lassen auch nicht lange auf sich warten. Die meisten Bären sind leider nur mit dem Fernglas auszumachen. An einen Eisbären kommen wir bis auf ca. 80m ran. Ein anderer Eisbär kommt in der Nacht ganz dicht ans Schiff heran. Leider ist er aber schneller wieder weg, als die meisten von uns aufstehen können. 

Später klart das Wetter endlich auf und wir können das Eismeer im Sonnenschein bewundern. Nach dem Mittagsbuffet können wir uns einem Bären bis auf 200m nähern. Dieser ist im Packeis schneller unterwegs als wir aus Sicherheitsgründen mit den Schiff fahren können. Hier ist halt sein Reich, nicht das unsere.

Es ist auch erstaunlich, wie viele Vögel hier im Packeis anzutreffen sind.

 

 

18.07.2016    Nördlich von Nordaustland

 

Um 05.00h erreichen wir die King XII Insel. Ein Eisbär wird gesichtet. Mit den Zodiacs geht es nah heran. 

Am Nachmittag sind wir dann am Nordkap von Nordaustland im Beverlysund. Hier gibt es historische Geoglyphen aus Zahlen und Schriften zu sehen. Diese wurden aus Gesteinen gelegt und stammen aus einem Zeitraum von 1890 - 1939.

In einer traumhaften Landschaft können hier Blumen, Flechten, sich eng an den Boden duckende Weiden und die unterschiedlichsten Gesteine bewundert werden.

 

 

19.07.2016     In der Hinlopenstrasse

 

Um 01.00h sind wir am Alkefjellet und somit bei den Pinguinen der Arktis angekommen. Hier brüten ca. 60.000 Paare Dickschnabellummen. Wenn die Jungen geschlüpft sind, tummeln sich hier an die 250.000 Lummen.

 

Bei Sonne unternahmen wir einen Ausflug in den Ost-Liefdefjord. Bei Einfahrt in den Fjord passierten wir die Hütte, in der Christiane Ritter in den 30-iger Jahren als Frau ein Jahr in der arktischen Wildnis verbrachte.

Im Ost-Liefdefjord, konnten wir uns an der arktischen Flora erfreuen. Unser Schiff lag in einer traumhaften Landschaft von der man nicht genug bekommen kann.

 

Dann ging es weiter in den westlichen Liefdefjord zum Erikbreen. Hier tummelten sich zahlreiche Eisberge.

 

Und damit war für heute noch nicht Schluss. Wir hatten von einem anderen Schiff die Nachricht erhalten, dass sich auf den Enteninseln Eisbären aufhalten sollen. Also ging es noch weiter nach Andoyane um die Bären zu sehen. Und wir sehen sie - die Könige der Arktis.

Etwa um 19.45h, sind wir glücklich zurück an Bord und stärken uns beim Abenddinner.

 

 

20.07.2016        Kongsvegen und Besuch in Ny Alesund

 

22.07.2016   Besuch in der russischen "Geisterstadt" Pyramiden. Hier wurden wir von dem Guide Denis durch die Stadt geführt. Wir sahen uns die Konzerthalle, die Sporthalle und die Mensa an. An den Fenstern der Häuser haben sich Dreizehenmöwen niedergelassen und brüten hier.

In Sommer leben hier in Pyramiden 8 Einwohner. Pyramiden soll langsam wieder aufgebaut und für den Tourismus attraktiver gemacht werden. Im Hotel kann man schon wieder übernachten. 

Danach folgte ein Abstecher zum Nordenskiöldgletscher und dann zur Skansbukta, wo wir unsere letze Anlandung machten. Am späten Abend, trafen wir dann wieder in Longyearbyen ein.

 

22.07.2016    Heimreisetag